Inge Meyer-Dietrich

Schriftstellerin

Leben und Träume der Mimi H. ••

Roman

Ruhrgebiet um 1900. Nach einer schwierigen Kindheit und Jugend lernt die Näherin Mimi den Schmied Heinrich kennen. Die beiden heiraten, und Mimi findet endlich ein Zuhause. Nur in seltenen Momenten hat sie das Gefühl, dass Heinrich etwas vor ihr verbirgt. Doch das kann ihr Glück nicht schmälern. Dann verändert der Erste Weltkrieg Mimis Leben radikal. Und jetzt kommt auch zutage, was Heinrich und seine Familie ihr verschwiegen haben. Aber Mimi ist eine Kämpferin, die nicht aufgibt. Schon wegen der Kinder. Gefühlsduselei kann sie sich nicht leisten. Sie muss stark sein. Sie muss. Das hat sie sich selbst verprochen.

2016 Verlag Henselowsky Boschmann, Bottrop
ISBN 978-3-942094-61-0
Hardcover, 192 Seiten
Ladenpreis € 9,90
für Erwachsene

Leseprobe

Gute Tage reihen sich aneinander.
Die Zeit verfliegt nur so in Mimis erstem Jahr mit Heinrich.
Der Herbst ist mild und leuchtend. Wenn Mimi abends nach Hause geht, hängt der Geruch von Kartoffelfeuern in der Luft.
Mimi stellt Ahornzweige in ein Glas. Sich das Leben bunt malen ... Nein, das muss sie gar nicht. Es ist bunt. Viel bunter, als Mimi es sich je hätte vorstellen können.
Der Winter wird kalt, und auch das macht Mimi nichts aus. Eisblumen blühen am Fenster, die zeichnet sie mit dem Finger nach. Sie muss ja nicht frieren. Sie hat es warm bei Heinrich.

Besprechungen


Mai 2017 — "Mimis Mumm"

"Leben und Träume der Mimi H.": Die Gelsenkirchenerin Inge Meyer-Dietrich, die sich eher einen Namen als Kinderbuchautorin gemacht hat, legte nun einen veritablen, beeindruckenden Roman vor ...
Sabine Herrmann, Herner Sonntagsnachrichten


Februar 2017 — Beckfelds Brief an Inge Meyer-Dietrich

"Sie, liebe Inge Meyer-Dietrich, nehmen uns mit in ein Ruhrgebiet, das die meisten von uns nicht mehr kennen; in eine Zeit, die so anders war, die unsere Großeltern, Eltern geformt hat; vielleicht ein bisschen auch uns, weil Väter und Mütter nun mal die Kinder prägen."
Link zum Zeitungsartikel


Februar 2017 — Lesetipps im Literaturfrühling Bochum

Ein großes Zeitpanorama vom Anfang des 20. Jahrhunderts entwirft Inge Meyer-Dietrich in ihrem Ruhrgebiets-Roman „Leben und Träume der Mimi H.“. Bericht in der WAZ online


Februar 2017 — Lesung und Gespräch in Gladbeck

Inge Meyer-Dietrich und ihre Tochter Sarah Meyer-Dietrich haben aus ihren Ruhrgebiet-de-luxe-Romanen gelesen und und mit Gerd Herholz, dem Leiter des Literaturbüro Ruhr e.V. gesprochen. Knapp 50 Zuhörer lauschten im Gladbecker Lesecafé der bewegenden Geschichte von Mimi und einer spannenden Reise durch das Ruhrgebiet.
Bericht in der WAZ online


Januar 2017 — "Mimi" auf Platz 2 der Bestenliste 2016 der Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen

Fenster Buchhandlung Junius


Inge Meyer-Dietrich lädt mit ihrem Roman „Leben und Träume der Mimi H.“ zur literarischen Zeitreise ins Ruhrgebiet um 1900 ein.
Sara Schurmann, Januar 2017

Mit großer Sachkenntnis und kräftigen Strichen zeichnet Inge Meyer-Dietrich ein lebendiges Bild des klassischen Reviers, von dem die Welt in den nächsten beiden Jahren Abschied nehmen wird. ...Inge Meyer-Dietrich erzählt ein Kapitel Ruhrgebiets­geschichte, das bisher meist eine Angelegenheit der Historiker geblieben ist.
Jens Dirksen im Kulturteil der WAZ, 26.12.2016

Eine Geschichte aus unserer Geschichte; mit Menschen, von denen unsere Großeltern erzählt haben, die sie vielleicht in Teilen selbst waren; packend und anrührend. Inge Meyer-Dietrich schreibt mit sensibler Feder, geradeaus, ohne Umwege, mitten ins Herz.
heb in "Lesestoff" in Ruhr Nachrichten/Dorstener Zeitung/Halterner Zeitung, 12.12.2016

Die Autorin nimmt die Leser darin mit auf eine imposante, aber auch sehr nachdenklich stimmende Zeitreise in das Ruhrgebiet kurz nach der Jahrhundertwende, während des grausamen ersten Weltkrieges bis hin zu den ersten antisemitischen Strömungen. Als "Zeitreiseführerin" fungiert dabei die junge Mimi aus Dortmund, die begleitet wird – von der unglücklichen Kindheit bis zum Leben als hart arbeitende Mutter erwachsener Kinder. "Leben und Träume der Mimi H." ist ein Roman, der wohl keinen Leser kalt lässt.
Anne Bolsmann, derwesten.de, August 2016

Liebe Inge! Deinen Roman habe ich gerade ausgelesen. Ich bin begeistert von deiner Art zu schreiben. Da ist kein Wort zu viel. Deine Sprache ist klar und poetisch und hat eine ganz eigene Melodie, die man schon beim inwendigen Lesen und noch mehr beim Lautlesen erlebt. Eine beeindruckende Familiengeschichte mit einer sympathischen und bewundernswerten Frau im Mittelpunkt, die ein für uns im Ruhrgebiet so prägendes Stück Zeitgeschichte näherbringt, ja nacherleben lässt.
Sabine Piechaczek, Buchhandlung Junius in Gelsenkirchen, August 2016


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